Wir weißen Hausenten mögen sie nicht – und Gartenbesitzer schon gleich zweimal nicht: Nacktschnecken. „Bäh, die sind mir viel zu schleimig“, quakte meine Freundin Klara. Langhalsige Laufenten verschlingen diese Schnecken dagegen gern – und nicht nur sie: „Ihre gefährlichsten einheimischen Feinde lieben es, sich unter altem, modrigem Holz zu verstecken“, quakte meine Freundin Agnes. Wen sie meinte? Blindschleichen natürlich. Zweibeiner erschrecken sich gern mal vor diesen Tieren, weil sie Schlangen ähneln. „Sie gehören aber wie die Eidechsen zur Gruppe der Echsen. Nur dass sich bei ihnen die Beine zurückgebildet haben. Sie sind aber harmlos“, quakte Agnes. „Zumindest für Zweibeiner.“ Nacktschnecken fressen sie nämlich besonders gerne. Wer eine Blindschleiche in seinem Garten entdeckt, kann sich also freuen. Die meiste Zeit verbringen die Tiere aber versteckt unter morschem Holz am Boden oder unter großen Blumentöpfen. Oder sie graben sich Höhlen unter Steinplatten oder im Komposthaufen. Ab Oktober suchen sie sich ein Versteck, meist ein Erdloch im Boden, in dem sie Winterruhe halten. Erst im Frühling tauchen sie wieder auf. „Dann haben sie Hunger, etwa auf fette Nacktschnecken“, quakte Agnes. Blind sind Blindschleichen nicht. Ihr Name leitet sich von einem alten Wort ab, das so viel wie „blendend“ bedeutet – weil ihr Körper so schön glänzt. Eure Paula