Der Sommer ist vorbei, der Herbst ist da. Das merke ich besonders in der Luft: Wenn ich jetzt über den See flattere, ist das manchmal ganz schön anstrengend: Oft fegt mir dabei ein kräftiger Wind um den Schnabel und zerzaust mir die Federn. „Woher kommt der Wind eigentlich?“, habe ich daher neulich meine Entenfreundin Agnes gefragt. „Sitzt da irgendjemand und pustet sich die Seele aus dem Leib?“ Meine Freundin lachte. „Das ist gar nicht nötig. Wind entsteht, weil der Luftdruck nicht überall gleich hoch ist. Das will die Luft ausgleichen. So kommt sie in Bewegung.“ Wie hoch der Druck ist, hängt von der Temperatur der Luft ab – auch die ist ja nicht überall gleich hoch. Brennt die Sonne auf das Land hinunter, erwärmt sich die Luft und steigt auf. Dabei sinkt ihr Druck. Die Luft über dem Meer erhitzt sich nicht so stark. Dorthin zieht nun die aufsteigende Luft – und kühlt sich dabei nach und nach wieder ab. „Und dabei sinkt sie ab“, quakte Agnes. „Ihr Druck steigt, hier entsteht also ein Hochdruckgebiet.“ Es sind also diese Unterschiede, die Luft so richtig in Fahrt bringen. Warum es gerade im Herbst so oft stürmt? Weil sich in diesen Wochen die Grenzen zwischen den Luftmassen mit unterschiedlichem Druck verschieben. Dann wandert die sogequakte „Polarfront“ weiter nach Süden. In dem Moment zerzauste mir ein kräftiger Windstoß mein Federkleid. Eure Paula