Die Nächte sind inzwischen recht kalt. „Für mich heißt das, dass ich mich bald zurückziehen werde“, quakte gestern ein Frosch am See. Er sucht sich dann ein sicheres Plätzchen und erstarrt regelrecht. In dieser Kältestarre verharrt er, bis es wärmer wird. „Ich warte also bis zum Frühling“, quakte er. Er klang ein wenig wehmütig, weil er bald Abschied nehmen muss. „Vermissen werde ich aber auch den Geschmack der fetten Brummer“, quakte er. In dem Moment hörten wir ein Geräusch. Der Frosch ließ seine Zunge herausschnellen, schon verschwand eine Fliege in seinem Maul. Auch Schlangen nutzen ihre Zunge bei der Jagd – aber ein wenig anders als der Frosch: Sie können mit ihrer Zunge riechen und so der Duftspur von Beutetieren folgen. Schlangen lassen dazu ihre Zunge immer wieder aus dem Maul schnellen: Sie züngeln. Als ich kürzlich im Zoo war, habe ich noch ein anderes Tier mit sehr langer Zunge entdeckt: eine Giraffe. Ihre blaue Zunge ist etwa einen halben Meter lang und ziemlich praktisch. Die Giraffe kann sich damit das ganze Gesicht ablecken. Selbst Laub und Früchte sehr hoher Bäume sind vor ihrer Zunge nicht sicher. Die größte und schwerste Zunge unter uns Tieren hat der Blauwal: Sie kann bis zu vier Tonnen wiegen – etwa so viel wie zwei Autos. Eure Paula