Das Wetter im Herbst ist manchmal richtig zum Einigeln. „Das sagt einem doch schon die innere Uhr“, grummelte Egon, der Stachlige. „Da muss man gar nicht zum Himmel schauen.“ Der Igel ist gerade viel in den Gärten im nahe gelegenen Dorf unterwegs. Dort macht er sich gern über das Futter her, das die Zweibeiner eigentlich ihren Katzen hingestellt haben. Egon stört das nicht – im Gegenteil: Sogar seinen Kindern hat er schon gezeigt, wo sie sehr einfach an Futter kommen. Die jungen Igel sind zwar lang nicht so groß und rund wie Egon. Stachlig sind sie trotzdem – und blitzschnell, wenn es darum geht, sich zusammenzurollen. Das tun sie zum Beispiel, wenn ihnen ein Hund zu nahe kommt oder ein Mensch. „Lästig, diese Zweibeiner“, grummelte Egon. „Die sollten lieber Winterschlaf halten, statt uns zu erschrecken.“
Der Igel hat nämlich Angst, ein Zweibeiner könnte seine Kinder mitnehmen. Das tun manche Leute, sobald es kälter wird – allerdings nicht, weil sie den Tieren Böses wollen. Im Gegenteil: Sie glauben, sie müssten die Kleinen retten. „Klein? Von wegen!“, grummelte Egon. „Die wiegen schon jetzt alle mehr als 500 Gramm.“ Das reicht, damit ein junger Igel gut durch seinen ersten Winterschlaf kommt. Eure Paula