Als Ente, die für die Zeitung quakt, bekomme ich natürlich allerhand mit. Abends quake ich dann gern meinen Freunden am See, welche Neuigkeiten ich in der Redaktion aufgeschnappt habe. „Heute habe ich eine wirklich tolle Nachricht“, quakte ich. Die Seehunde haben in diesem Jahr so viele Kinder bekommen wie noch nie. „9285 kleine Seehunde haben Wissenschaftler gezählt. Ist das nicht spitze?“. Meine Entenfreundin Klara war begeistert. „Hundebabys am See sind sind so süß“, quakte sie. „Wenn sie so tollpatschig auf ihren großen Hundepfoten herumtollen, geht mir das Herz auf.“ „Aber Klara, Seehunde sind keine Hunde, sondern Robben. Sie leben an und im Meer.“ Gezählt haben die Wissenschaftler übrigens die Tiere im Wattenmeer der Nordsee. Im Gegensatz zu meiner Freundin habe ich schon mal dort Urlaub gemacht. Am Strand bin ich erschrocken: Ich dachte, ich hätte ein Gespenst gehört. Es war aber ein junger Seehund, der nach seiner Mutter heulte, die wohl gerade beim Fischefangen war. Weil die Rufe eines kleinen Seehundes wie ein Heulen klingen, nennt man die Babys auch Heuler. Schwimmen können sie übrigens gleich nach der Geburt. Jetzt sind Jungseehunde sogar schon alt genug, um selbst Fische zu fangen. Eure Paula