In der Erzabtei von St. Ottilien im Kreis Landsberg am Lech leben 110 Mönche – zum Klosterverband der 1887 gegründeten Abtei der Missionsbenediktiner gehören insgesamt 1100 Brüder in 19 Ländern. Das Kloster mitsamt seinen Gebäuden bildet den Gemeindeteil St. Ottilien in der Gemeinde Eresing, bis 1904 hieß er Emming. Gründer war Andreas Amrhein, ein Benediktiner, der bereits 1884 eine Missionsgemeinschaft bildete, die wiederum drei Jahre später nach St. Ottilien verlegt wurde. Seit 1902 ist das Kloster eine Abtei, 1914 wurde es zur Erzabtei. Nach dem Krieg gab es in St. Ottilien ein Lager für Displaced Persons, in dem bis 1948 aus Konzentrationslagern befreite Häftlinge versorgt wurden. Direkt an den Klosterfriedhof schließt ein jüdischer Friedhof an. St. Ottilien hat zudem bis heute ein Gymnasium mit angeschlossenem Internat.