„Benzinähnliche“ Dämpfe am Flughafen-Terminal

von Redaktion

München – An einer Sicherheitsschleuse des Terminals 2 im Flughafen München hat es offenbar einen Störfall gegeben. Einige Mitarbeiter des Sicherheitspersonals atmeten „benzinähnliche“ Dämpfe ein und klagten am Montag über Kopfschmerzen und Augenreizungen. Angeblich mussten sie ins Krankenhaus, hat der Freisinger Landtagsabgeordnete der Freien Wähler, Benno Zierer, in Erfahrung gebracht. Die Sicherheitsschleuse musste gesperrt werden.

Die Bundespolizei am Flughafen bestätigte gegenüber unserer Zeitung einen „Vorfall“, verwies für Details jedoch auf die Regierung von Oberbayern. Dort ist das Luftamt Südbayern angesiedelt, das auch die Oberaufsicht über die Sicherheitsgesellschaft München (SGM) führt. Das Unternehmen beschäftigt das Sicherheitspersonal, das an den Schleusen tätig ist. Auskunft konnte die Regierung gestern nicht geben, Mitarbeiter fuhren aber zum Flughafen, um sich ein Bild von der Lage vor Ort zu machen.

Es wäre nicht der erste Vorfall dieser Art. 2015 hatten SGM-Beschäftigte massiv über giftige Dämpfe geklagt, die wohl von Sprengstoffsuchgeräten ausgingen. Auch wenn das Problem nach Austausch von Geräten und Standorten behoben schien, gibt es in fast regelmäßigen Abständen vereinzelte Beschwerden über Geruchsbelästigungen. Das geht aus Antworten auf Landtags-Anfragen hervor, die ebenfalls der Abgeordnete Zierer eingereicht hatte. Im September 2017 klagten neben SGM-Mitarbeitern sogar zwei Beamtinnen der Bundespolizei über Kreislaufbeschwerden, Schwindelgefühle und Schweißausbrüche – die Polizistinnen, die hinter den Kontrollen als sogenannte „Sicherer“ eingesetzt waren, begaben sich zur Behandlung in Krankenhäuser. Damals war es angeblich ein Farbeimer, der Gase verströmte und der von den Kollegen der Flughafen-Polizeiinspektion sichergestellt wurde. Messungen der Flughafenfeuerwehr und eines ABC-Zuges der Feuerwehr von München-Land blieben damals aber ohne Resultat.

Zierer hat angekündigt, zu dem neuen Vorfall gleichfalls eine Landtags-Anfrage zu stellen.  dw

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