von Redaktion

In den Wochen vor Weihnachten bereiten sich die Menschen auf die „Ankunft“, also auf die Geburt des Jesuskindes, vor. Das bedeutet das lateinische Wort „Advent“ nämlich. Dazu gehörte früher auch das Fasten. Erlaubt waren dabei aber einfache Speisen. „Zum Beispiel Stollen“, quakte ich meinen Entenfreundinnen Klara und Agnes. Klara konnte das kaum glauben. „Das kann nicht sein“, quakte sie. Erst vor wenigen Tagen hatte sie vor der Bäckerei im Dorf ein Stück Christstollen ergattert: Ein netter Zweibeiner hatte es ihr geschenkt. „Noch nie in meinem ganzen Entenleben habe ich so etwas Feines schnabuliert“, quakte Klara. „Wie kann das eine Fastenspeise sein?“ Doch: Das Rezept hat sich mit der Zeit stark verändert. Vor rund 700 Jahren war ein Stollen ein längliches Gebäck aus einfachen Zutaten wie Mehl, Wasser, Hefe und wohl auch Öl. Butter war in der Fastenzeit nämlich nicht erlaubt. Doch sächsische Fürsten baten den Papst vor etwa 500 Jahren, auch Butter verwenden zu dürfen – und bekamen die Erlaubnis dazu. Mit der Zeit wurden die Stollen immer üppiger. Es kamen Zutaten wie Mandeln, Nüsse und Rosinen dazu. Nur die Form des Gebäcks ist geblieben: Sie soll an das in Windeln gewickelte Christkind erinnern. Eure Paula

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