Zwei Tote nach missglücktem Überholmanöver

von Redaktion

Bei einem schweren Verkehrsunfall auf der Bundesstraße 2 bei Krün (Kreis Garmisch-Partenkirchen) sind gestern zwei Menschen ums Leben gekommen. Vier Personen wurden zum Teil schwer verletzt. Selbst für erfahrene Feuerwehrleute ein erschütternder Einsatz.

VON THOMAS BENEDIKT

Krün – Es sind nur noch fünf Tage bis Heiligabend, die Feuerwehrleute aus Krün freuen sich bereits auf die Zeit mit der Familie und besinnliche Feiertage. Da werden sie zu einem aufwühlenden Einsatz gerufen. Auf der Bundesstraße 2 gab es gestern einen schweren Verkehrsunfall mit drei Fahrzeugen und sechs Unfallopfern. Als die Einsatzkräfte am Unfallort eintrafen, standen sie vor einem Trümmerfeld – so beschreibt es Feuerwehr-Kommandant Anton Simon.

Der genaue Unfallhergang muss noch von einem Gutachter untersucht werden. Die Polizei geht aktuell von folgendem Szenario aus: Ein 27-jähriger Autofahrer aus Gauting (Kreis Starnberg), und ein 75-Jähriger aus Garmisch-Partenkirchen überholten hintereinander einen Pkw, der nach Zeugenaussagen mit circa 80 km/h unterwegs war. Der Gautinger scherte nach dem Überholen wieder auf die rechte Fahrbahn ein. Als der hinter ihm fahrende Mann aus Garmisch-Partenkirchen ebenfalls wieder auf die rechte Spur wechseln wollte, fuhr er dem Gautinger hinten aufs Auto. Durch den heftigen Zusammenstoß schleuderte der hintere Wagen in den Gegenverkehr, wo er frontal mit menden Fahrzeug aus Italien kollidierte.

Durch die Wucht des Aufpralls starben zwei Insassen des Wagens aus Italien noch an der Unfallstelle, der Fahrer wurde mit schweren Verletzungen ins Klinikum nach Garmisch-Partenkirchen gebracht. Der 75-Jährige kam ebenfalls schwer verletzt mit dem Rettungshubschrauber ins Unfallklinikum nach Murnau. Der Gautinger und sein Beifahrer wurden leicht verletzt. Den Gesamtschaden an den Autos schätzt die Polizei auf rund 100 000 Euro.

Für die Feuerwehrler beginnt jetzt die Aufarbeitung, wie Kommandant Simon erklärt: „Wenn alle vom Einsatz zurück sind, werden wir einige Gespräche führen. Gerade unsere jungen Leute werden von den Erfahrenen zur Seite genommen. Ein Einsatz mit Leichenbergung ist nie einfach.“

Die Unfallstelle war gestern bis zum späten Nachmittag wegen der Aufräumarbeiten und für das Gutachten gesperrt, der Verkehr wurde über die Anschlussstelle umgeleitet.

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