München – Er ist männlich, etwa 35 Jahre alt, schlank, etwa 1,80 Meter groß, hat helle kurze Haare und spricht Hochdeutsch: Der Serientäter, der von der Polizei für elf Raubüberfälle auf Banken seit dem 18. Mai 2016 verantwortlich gemacht wird. Zehn Überfälle in Oberbayern werden mit ihm in Verbindung gebracht. Kurz vor Weihnachten, am 18. Dezember 2018, trat der Mann jetzt in Obersüßbach (Kreis Landshut) und damit erstmals in Niederbayern in Erscheinung. Das Polizeipräsidium Niederbayern veröffentlichte gestern einen Fahndungsaufruf mit einem Bild aus der Überwachungskamera der Bank.
Laut Polizei betrat der Unbekannte gegen 11 Uhr die Bank, bedrohte eine 23-jährige Bankangestellte und einen Kollegen mit einer Pistole und erbeutete mehrere zehntausend Euro. Die Angestellten erlitten einen Schock. Nach dem Überfall flüchtete er vermutlich mit einem weißen Pkw Kombi. Trotz intensiver Fahndungsmaßnahmen konnte die Identität des Mannes bislang nicht geklärt werden. Jetzt hofft die Polizei durch das Fahndungsbild auf neue Hinweise.
Die Polizei geht mit „sehr großer Wahrscheinlichkeit“ davon aus, dass er für weitere Raubüberfälle im Großraum München verantwortlich ist:
Am 18. Mai 2016 in München (Mannertstraße), am 9. Juni 2016 in Fahrenzhausen (Kreis Freising), am 7. September 2016 in Wiedenzhausen (Kreis Dachau), am 6. April 2017 in Hattenhofen (Landkreis Fürstenfeldbruck), am 9. Juni 2017 in Kirchdorf (Kreis Freising), am selben Tag in Kranzberg (Kreis Freising), am 3. November 2017 in Tegernbach (Kreis Freising), am 8. Dezember 2017 in Forstern (Kreis Erding), am 20. Juli 2018 in Pfaffenhofen/Glonn (Kreis Dachau) und am 10. August 2018 in Pfaffenhoen a.d. Ilm.
Bei den Überfällen trug der Täter mal eine Baseballmütze, mal eine Sturmhaube. Jedes Mal bedrohte er aber mit vorgehaltener Pistole die Angestellten und forderte sofort Bargeld. Obwohl die Ermittlungen auf Hochtouren laufen, konnte der Mann bislang immer flüchten.
Hinweise auf den Gangster an die Kripo Landshut unter der Telefonnummer 0871/ 9 25 20.