München – Der neue Direktor der Katholischen Akademie in Bayern, Achim Budde, will seine Einrichtung mit allen bildungsaffinen Milieus in Kontakt bringen. Das gehe aber nur, wenn die Kirche einen Raum eröffne, in dem man „barrierefrei denken und ergebnisoffen diskutieren“ könne, sagte der 49-jährige, habilitierte Theologe. Dabei müsse die Kraft des Arguments zählen und nicht formale Autorität. Alles andere gehe auf Kosten der Glaubwürdigkeit. Der verheiratete Theologe Budde wurde Freitagabend in München in sein Amt eingeführt. Der Vater zweier Kinder verwies darauf, dass sich das Verhältnis der Kirche zur Welt gewandelt habe. „Inzwischen geht der Riss zwischen Kirche und Welt doch im Grunde durch jeden Einzelnen von uns hindurch. Und manchmal schauen wir wie von außen kopfschüttelnd auf unsere Kirche.“ Für die Akademie gelte der Auftrag, neue Formen der Auseinandersetzung zu finden. Es gelte zu fragen: „Sind wir cool genug, um Kontakt zu Milieus zu bekommen, für die die Kirche uninteressant ist?“ kna