Tiertransporte werden eingeschränkt

von Redaktion

Umweltminister kündigt Exportstopp in bestimmte Drittländer an

München – Aus Bayern soll es in Zukunft grundsätzlich keine Transporte von Zuchtrindern in Staaten außerhalb der EU geben, in denen die deutschen Tierschutzstandards regelmäßig nicht eingehalten werden. Das kündigte Umweltminister Thorsten Glauber (FW) gestern nach dem Runden Tisch mit Züchtern, Veterinären, Tierschützern und kommunalen Vertretern an.

Eine entsprechende Liste von Drittstaaten, in die künftig keine Zuchtrinder mehr exportiert werden sollen, werde in der kommenden Woche vom Umweltministerium nach einer Anhörung von Verbänden erstellt und den Veterinärbehörden zur Verfügung gestellt. Bis dahin gelte ein Moratorium für Transporte in Drittstaaten.

In den vergangenen Monaten hatten immer mehr Landkreise beschlossen, die erforderlichen Dokumente für die Transporte nicht mehr auszustellen – aus Sorge darüber, dass sich die Amtstierärzte bei Verstößen gegen den Tierschutz in den Drittländern strafbar machen könnten. Dies sei nicht völlig auszuschließen, war auch das Ergebnis des Runden Tisches gestern. Glauber betonte deshalb: „Wir schaffen Rechtsklarheit für alle Beteiligten und eine bayernweit einheitliche rechtliche Haltung.“ Das Umweltministerium komme damit seiner Fürsorgepflicht gegenüber den Amtstierärzten vor Ort nach. „Gleichzeitig schaffen wir die Möglichkeit für die Exporteure, Zuchtrinder in geeignete Drittstaaten zu liefern.“

Transporte ins EU-Ausland sind grundsätzlich möglich, solange keine Hinweise auf Tierschutzverstöße vorliegen. Schlachttiere dürfen im Gegensatz zu Zuchttieren aber nicht in Drittstaaten exportiert werden.  dg

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