Feuerdrama: Brandursache weiter unklar

von Redaktion

Nürnberg – Nach dem verheerenden Brand in Nürnberg mit fünf Toten soll eine Ermittlungskommission der Polizei die Ursache des Feuers erforschen. Hinweise auf Brandstiftung hätten sich nach vorläufigem Ermittlungsstand nicht ergeben, wie die Polizei berichtet. Die Obduktionsergebnisse werden heute erwartet.

Bei dem Brand starben in der Nacht zu Samstag eine 34-jährige Mutter, ein Säugling und ihre drei weiteren Kinder im Alter von vier, fünf und sieben Jahren. Die beiden 68 und 69 Jahre alten Großeltern, deren 41-jährige Tochter, der 28-jährige Vater der Kinder und ein achtjähriger Sohn überlebten die Katastrophe schwer verletzt. Sie konnten sich selbst aus dem brennenden Haus in dem Industriegebiet im Nürnberger Stadtteil Sandreuth retten. Bis auf den Buben konnten alle das Krankenhaus inzwischen wieder verlassen.

Gegenstand der Brandermittlungen ist auch die Frage, ob in dem Haus Rauchwarnmelder installiert waren. Seit 2018 besteht in Bayern für Wohnungs- und Hauseigentümer die Pflicht, Schlafräume sowie Flure und Korridore, die als Fluchtwege dienen, mit den Geräten auszustatten. Bisher ist es sehr schwierig, in dem von den Flammen zerstörten Gebäude Hinweise zu finden.

Ein Sprecher der Stadt Nürnberg sagte, das Haus befinde sich in Privatbesitz. Die Stadt habe es gemietet, um es als Obdachlosenunterkunft zu nutzen. Die Großfamilie mit Wurzeln in Serbien und dem Kosovo habe seit 2010 in dem Haus gelebt. Die Stadt habe derzeit keine Kenntnis, ob Rauchwarnmelder installiert waren. Sie versuche nun schnellstmöglich, für die überlebenden Familienmitglieder eine neue Unterkunft zu finden.

Als Erste hatten laut einem Feuerwehrsprecher der Mitarbeiter einer benachbarten Großbäckerei und ein iranischer Asylbewerber in einer gegenüberliegenden Flüchtlingsunterkunft die Feuerwehr alarmiert. Der Iraner versuchte, mit Feuerlöschern in das brennende Haus zu gelangen. Doch er kam gegen die Flammen nicht an.

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