Gerichtsvollzieherin

von Redaktion

Dachaau – Gerichtsvollzieher kommen nach vielen Dienstjahren eigentlich auf ein ordentliches Gehalt. Doch Stefanie M. (Name geändert) genügten ihre Beamtenbezüge offenbar nicht. Die lange Zeit im Landkreis Dachau arbeitende 53-Jährige stellte zwischen 2008 und 2015 für ihr Büro zwei Mitarbeiter nur zum Schein an.

Die angeblichen, tatsächlich aber nicht existierenden Kosten lies sie sich zu Unrecht vom Staat erstatten. Der Schaden für den Steuerzahler soll zwischen 60 000 und 100 000 Euro liegen. Die Fake-Angestellten sollen bei dem Betrug mitgemacht haben. Einer von beiden ist mit der Betrügerin eng verwand, einem 62-jährigen Ex-Liebhaber soll sie Rentenanwartschaften bezahlt haben. Das Amtsgericht Dachau hatte Meier 2017 wegen Betrugs zu einer zehnmonatigen Bewährungsstrafe verurteilt. Der Freistaat will sie deshalb aus dem Beamtendienst entfernen. Am Freitag gab das Verwaltungsgericht München dem Dienstherren nun recht. Dieser Schritt sei „unausweichlich“, urteilte das Gericht. TOBIAS LILL

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