München – Die Nachricht sorgte in dieser Woche für überregionale Schlagzeilen: Bußgeld von bis zu 350 Euro für die Eltern von streikenden Schülerinnen und Schüler. Die Androhung des Schulleiters des Wilhelm-Hausenstein-Gymnasiums in München-Bogenhausen wurde zwar inzwischen zurückgenommen.
Aus Sicht des Kultusministeriums sollen die bayrischen Schulen weiterhin selbstständig entscheiden, wie sie auf Schülerdemonstrationen während der Unterrichtszeit reagieren. Das könne vom Nachholen des Unterrichts über Elterngespräche bis zu Verweisen, Bußgeld oder im äußersten Fall sogar Schulausschluss gehen, sagte unlängst ein Sprecher des Ministeriums. Er stellte aber auch klar: „Es kann kein Dauerzustand sein, dass Schüler jeden Freitag dem Unterricht fernbleiben“, sagte der Sprecher. Einzelne Schulen hätten Verweise erteilt. Dem Ministerium sei jedoch kein Fall bekannt, in dem Bußgeld verhängt wurde.
Weil die Organisatoren von „Fridays für Future“ befürchten, dass es doch noch zu juristischen Auseinandersetzungen und zur Verhängung von Bußgeldern kommen könnte, haben die Organisatoren eine Crowdfunding-Aktion ins Leben gerufen. Wer die jungen Menschen finanziell unterstützen möchte, kann unter dem Link www.gls.de/privatkunden/fuer-mut-und-klimaschutz/ spenden. mk