Sein Maul sieht aus wie ein Schnabel, dazu hat er Stacheln wie ein Igel: Gestern habe ich euch schon vom Schnabeligel geschnattert, der unter anderem in Australien lebt. Trotz seines Namens ist er weder mit Igeln noch mit Enten verwandt. Er gehört zu den Säugetieren – „legt aber trotzdem Eier“, quakte meine Entenfreundin Agnes. Genau genommen ist es nur ein Ei, das ein Schnabeligel legt. Es hat zudem eine pergamentartige Hülle. „Der Schnabeligel brütet es in einer Hautfalte an seinem Bauch aus“, quakte Agnes. „Je nach Schnabeligelart schlüpfen die Jungen nach zehn bis 18 Tagen. Sie bleiben dann noch ein paar Wochen im Beutel und trinken Milch.“ Schnabeltiere gehören aber nicht zu den Beuteltieren wie den Kängurus. Nach etwa sieben Wochen müssen die Kleinen auf eigenen Füßchen durchs Leben laufen. „In diesem Alter wachsen ihnen Stacheln.“ Droht Gefahr, graben sich Schnabeligel in eine Kuhle in den Boden. Sie legen sich so hinein, dass oben nur noch die Stacheln herausschauen. Haben sie keine Gelegenheit zum Einbuddeln rollen sie sich zu einer stacheligen Kugel zusammen. Schnabeligel suchen ihr Futter nachts. Sie lassen dazu die Zunge aus ihrem Maul schnellen – und schlabbern Ameisen und Termiten auf. Eure Paula