Elektronisches Pollen-Informationsnetzwerk startet im Mai

von Redaktion

München – Birke, Weide, Esche: Pollenallergiker und Asthmatiker in Bayern sollen ab dem 22. Mai bessere Informationen über den Pollenflug bekommen. Dann soll das weltweit erste elektronische Pollen-Informationsnetzwerk in Betrieb gehen, teilte Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) gestern mit. Beim Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit sollen Menschen dann für jeden Standort und nach Pollenart die aktuelle Belastung abrufen können. Baumpollen wie Haselnuss, Erle oder Birke verursachen vor allem von Februar bis April Beschwerden. Im Mai und Juni sind viele Gräserpollen in der Luft, im Hochsommer folgen Kräuterpollen.

Jeder zweite der zwei Millionen Allergiker im Freistaat reagiert nach Angaben des Ministeriums auf Pollen. Daher sind die zwei Millionen Euro, die in das Netzwerk investiert wurden, aus Humls Sicht gut angelegtes Geld. An dem Projekt waren das Zentrum für Allergie und Umwelt der Technischen Universität München und das Helmholtz Zentrum München sowie internationale Experten beteiligt. Die erste von acht Pollenmessstationen für das Projekt war im April 2018 in Garmisch-Partenkirchen in Betrieb gegangen. Weitere Pollenmonitore stehen in Viechtach (Kreis Regen), Marktheidenfeld (Kreis Main-Spessart), Altötting, Mindelheim, Hof und München. lby

Artikel 9 von 11