Ohlstadt – Ein nicht ordnungsgemäß gelöschtes Osterfeuer hat in Ohlstadt (Kreis Garmisch-Partenkirchen) einen Waldbrand verursacht. Für die Mitglieder diverser Freiwilliger Feuerwehren aus der Alpenregion war die Feiertagsruhe am Ostersonntag deshalb schon ab Mittag beendet. Mehrere Bürger hatten gegen 14 Uhr eine starke Rauchentwicklung aus dem Bergwald rund um den sogenannten Berl-Stein und um die Wankhütte auf 1456 Metern Höhe gemeldet.
Das Problem: „Mit normalen Feuerwehrfahrzeugen ist man da nicht hingekommen“, sagte Ohlstadts Kommandant Christoph Gratz. Die Polizei forderte deshalb zwei Hubschrauber an, die mit Wärmebildkamera insgesamt vier Stunden lang Glutnester aufspürten und löschten. Zudem waren rund 150 Einsatzkräfte der Feuerwehren und der Bergwacht damit beschäftigt, mit Traktoren und Unimogs Wasser auf den Berg zu fahren. Insgesamt brannten rund 1000 Quadratmeter Bergwald, erst abends gegen 19.30 Uhr konnten die Einsatzleiter Entwarnung geben.
Ursache für den Brand war ein zwar angemeldetes, aber nicht ordnungsgemäß gelöschtes Osterfeuer vom Vorabend. In der Gegend herrschte am Wochenende Waldbrandstufe 4. Wie die Polizei ermittelte, waren bei dem Feuer wohl auch Autoreifen verbrannt worden. Gegen einen 31-jährigen Ohlstädter wird wegen fahrlässiger Brandstiftung ermittelt. Es entstand ein Schaden von rund 1500 Euro.
Auch im Landkreis Nürnberger Land war es am Wochenende zu einem Waldbrand gekommen. Und die Waldbrandgefahr bleibt weiter hoch. Erst Mitte der Woche soll die Gefahr laut dem Deutschen Wetterdienst wieder zurückgehen. roy/lby