von Redaktion

“Was hast du denn da geschrieben?“ So quakte meine Entenfreundin Agnes heute früh. Dabei hielt sie eine Zeitung in den Flügeln – genau gequakt die Ausgabe von vergangenem Dienstag. Mit dem Schnabel wies sie auf meine Geschichte. Da stand, dass etwas Ente Klara erschrocken hätte. „Dabei weiß doch jedes Küken, dass es ,erschreckt‘ heißen muss.“ Agnes schüttelte den Kopf. „Wolltest du nicht die Ehre aller Enten retten?“, quakte sie. Dazu müsst ihr wissen: Ist von einer Zeitungsente die Rede, ist damit kein Vogel gemeint – sondern eine falsche Meldung in der Zeitung. Darum achte ich sehr darauf, alles richtig zu machen. Aber hin und wieder passiert es eben doch: Ich mache einen Fehler. „Quak mal, warum reden die Zweibeiner eigentlich ausgerechnet von einer Zeitungsente?“, schnatterte Klara. Das wissen sie heute selbst nicht mehr so genau. Eine mögliche Erklärung: Man spricht von einer „Ente“, weil die Abkürzung „n. t.“ ausgesprochen so klingt. Diese steht für das Lateinische „non testatum“, was „nicht geprüft“ bedeutet. Vielleicht haben wir Enten aber doch mehr mit der Sache zu tun: So gibt es im Französischen einen Ausdruck, der wörtlich übersetzt „Enten geben“ bedeutet, aber „lügen“ meint. Eure Paula

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