Benediktbeuern – „Der April macht, was er will“, heißt es immer. Beim Patronatstag der bayerischen Gebirgsschützen in Benediktbeuern schien das auch für den Monat Mai zu gelten. Wegen Kälte und Schneeregen musste der traditionelle Kirchen- und Festzug am Sonntagmorgen ausfallen, der Gottesdienst wurde von den Veranstaltern ins Festzelt verlegt.
Festlich wurde es denn auch. Über 4000 Gäste aus 47 Kompanien waren gekommen – und ließen sich die Laune vom Wetter nicht verderben. „Dies ist ein besonderes Fest für den Alpenraum“, betonte Pfarrer Heiner Heim in seiner Predigt – mit Verweis auf die Abordnungen, die aus Tirol und Südtirol angereist waren. Es gehe nicht nur darum, Kulturschätze zu erhalten, sondern auch Brauchtum und den christlichen Glauben. Bei den Gebirgsschützen sei die Tradition mit dem christlichen Glauben verknüpft. Wenn man diesen mit in den Alltag nehme, könne man für eine Nachhaltigkeit des Glaubens sorgen.
Auch Ministerpräsident Markus Söder kam, um mit den Schützen zu feiern. Es habe einen Grund, warum Bayern in der Welt besonders geachtet sei, betonte Söder: Natürlich seien es die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit, die Produkte und die erfolgreichen Fußballvereine. Aber auch Kultur und Tradition „machen unser Land so stark“. Einen besonderen Teil würden die Gebirgsschützen dazu beitragen. „In Zeiten, in denen der Glaube scheinbar abnimmt, müssen wir ein Zeichen setzen“, sagte Söder. „Mit Optimismus ist jede Menge zu erreichen.“