23 000 Euro auf der Kirchenbank

von Redaktion

Ehepaar findet im Liebfrauendom Umschlag mit Geldscheinen – er gehört einer Reisegruppe

München – Joachim Putschke (71) und seine Frau Christine (69) haben erlebt, wovon viele nur träumen können. Sie haben Geld gefunden – eine ganze Menge Geld.

Am Mittwochvormittag besucht das Paar aus Chemnitz die Frauenkirche. Als Joachim Putschke vom Altar zurückläuft, fällt ihm ein schwarzer Geldbeutel auf. Er liegt einfach da, auf einer der Holzbänke. „Weit und breit war niemand zu sehen“, erinnert sich der Rentner. Also nimmt er das Portmonnaie an sich und geht aus der Kirche. Was dann passiert, kann Putschke noch immer nicht fassen. Er öffnet den Geldbeutel, sieht etliche 500-Euro-Scheine und Bündel mit Zweihundertern und Hundertern. „Mir sind die Knie weich geworden“, sagt er. Putschke rechnet zusammen: Es sind 23 315 Euro. Einen Ausweis gibt es nicht, dafür, neben den Euro-Scheinen, auch Geld der südkoreanischen Währung Won. Putschke denkt an eine Reisegruppe und bringt den Geldbeutel auf die Polizeiwache. Die Polizisten setzen sich mit den Mitarbeitern der Frauenkirche in Verbindung. Die Vermutung: Das Geld muss von einer südkoreanischen Reisegruppe stammen, die am Vormittag im Dom unterwegs war. Und tatsächlich: Ein verzweifelter Reiseleiter (35) aus Seoul kommt am Abend auf die Wache. Ihm gehört der Geldbeutel, davon ist die Polizei schnell überzeugt. Und am Ende wird die Ehrlichkeit von Joachim Putschke auch belohnt: Er bekommt 700 Euro Finderlohn. ANNA HEISE

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