Helfer, die der Himmel schickt

von Redaktion

Katholische Jugend engagiert sich 72 Stunden ehrenamtlich

München – Sie tauchen im Tegernsee nach Müll, bauen Insektenhotels und Spielplätze oder sammeln Spenden: Über 5200 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene arbeiten im Erzbistum München und Freising noch bis Sonntagabend ehrenamtlich für andere. Hintergrund ist die Aktion „Uns schickt der Himmel“ des Bundes Deutscher Katholischer Jugend (BDKJ). Deutschlandweit engagieren sich rund 80 000 Aktive drei Tage lang ehrenamtlich für soziale, ökologische oder politische Projekte. Der 72-stündige Aktionszeitraum begann am Donnerstagabend mit der Eröffnung in Würzburg.

„Generell geht es darum, dass junge Menschen anpacken und zeigen, wie sie die Welt verbessern wollen – und das innerhalb von 72 Stunden in die Tat umsetzen“, erklärt Sebastian Appolt, Diözesanvorsitzender des BDKJ München und Freising. Unter den Teilnehmern sind dabei nicht nur katholische Jugendgruppen und Verbände, sondern unter anderem auch die evangelische Jugend, Schulen sowie Jugendgruppen etwa des Technisches Hilfswerks, der Feuerwehr oder aus Sportvereinen. Die größte der 164 Aktionsgruppen stellen die 350 Schüler der Silva-Grundschule in Kirchheim (Kreis München). Sie wollen gemeinsam den Schulgarten herrichten. Alle Einsatzorte sind durch ein grünes Banner erkennbar. Claudia Hoffmann, Öffentlichkeitsreferentin des BDKJ, ist sich sicher, dass sich die Gruppen das gesamte Wochenende über spontane Unterstützung freuen. „Gerne hingehen und fragen, ob noch Getränke, eine Brotzeit oder Werkzeuge benötigt werden“, rät sie. Auffällig ist laut Hoffmann, dass sich heuer viele Projekte mit dem Umweltschutz beschäftigen. Das sei bei der ersten 72-Stunden-Aktion im Jahr 2013 noch nicht so gewesen.

Unabhängig von den jeweiligen Projekten sieht Appolt die größte Herausforderung darin, spontan auf Probleme zu reagieren. Manche Aktionen, etwa das Mülltauchen, seien von äußeren Einflüssen wie dem Wetter abhängig. Wenn da etwas nicht mitspiele, müssten die Gruppen kreativ werden und schnell Alternativen finden. Doch der Vorsitzende ist zuversichtlich: „Das kriegen sie hin, da bin ich fest von überzeugt.“ VICTORIA FÖRSTER

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