BRAUCHTUM
In Rotthof im niederbayerischen Rottal ist den Siebenschläfern eine Rokokokirche geweiht. Ihr Mittelpunkt ist eine Grotte mit einer plastischen Darstellung der sieben Jünglinge aus Ephesus, die der römische Kaiser Decius der Legende nach wegen ihres christlichen Glaubens in eine Höhle einmauern ließ. Dort seien sie eingeschlafen und erst nach 193 Jahren, am 27. Juni 446, entdeckt worden, in einer Zeit, als die Christen nicht mehr verfolgt wurden. Die sieben schlafenden Brüder wurden als Beweis für die Auferstehung gedeutet. In der Barockzeit wurden sie als Patrone gegen Schlaflosigkeit und Fieber verehrt und zur Kirche in Rotthof fanden viele Wallfahrten statt.
BAUERN- UND WETTERREGELN
Ist der Siebenschläfer nass, regnet‘s ohne Unterlass.
Vor Johanni bitt um Regen, danach kommt er ungelegen.