Es ist weiterhin Schwitzen angesagt im Freistaat, und zwar bei noch höheren Temperaturen als gehabt. Mit dem Thermometer steigt auch die Waldbrandgefahr: Für Sonntag erwartet der Deutsche Wetterdienst für weite Teile Bayerns die höchste der fünf Gefahrenstufen. Am Samstag sollen überwiegend noch die dritte und vierte gelten. Unter anderem haben die Behörden in Oberbayern, Mittel- und Oberfranken angeordnet, die Wälder am Wochenende von Flugzeugen aus auf mögliche Brände hin absuchen zu lassen.
Höchstwerte von 39 Grad auf dem Thermometer am Sonntag könnten den Meteorologen zufolge in den letzten Tagen des Monats noch an den Juni-Rekorden kratzen und die Hitzewelle vorerst beenden. Denn ab Montag ist vor allem in Südbayern mit kräftigen Schauern und Gewittern zu rechnen. Dadurch werden die Temperaturen laut Prognose mit Höchstwerten von 23 bis 28 Grad im Laufe der Woche wieder etwas angenehmer.
Im Kampf gegen die Hitze insbesondere in den Großstädten fordert der Bund Naturschutz landesweit die Einführung kommunaler Baumschutzverordnungen. Die gebe es derzeit in nicht einmal 100 der 2056 bayerischen Kommunen. Dieses ernüchternde Ergebnis hat eine bundesweit einmalige Studie des BN ergeben.
„In Zeiten der Klimakrise mit steigender Hitzebelastung in den Stadtzentren sind Stadtbäume und innerstädtische Grünflächen als natürliche Klimaanlagen überlebensnotwendig für die Bevölkerung“, betont der Landesvorsitzende Richard Mergner. Die kommunalen Baumschutzverordnungen, die sich die Naturschützer wünschen, müssten auf einem strengen Zonierungskonzept basieren. So sollten in stark verdichteten Zonen Baumfällungen nicht oder nur gegen hohe Ausgleichszahlungen oder erhebliche Ersatzpflanzungen möglich sein. Wo es bereits viel Grün gebe, könnten die Ersatzpflanzungen im Verhältnis 1:1 durchgeführt werden.