Petition: Politische Spatenstiche soll man sich sparen

von Redaktion

Bubesheim – Dass diese Petition aus Schwaben kommt, darf nicht verwundern: Ein Bürger aus Bubesheim (Landkreis Günzburg) hat sich an den bayerischen Landtag gewandt, um politische Spatenstiche abzuschaffen. Dadurch soll der Steuerzahler entlastet werden.

Herbert Eberlein aus Bubesheim ärgert sich offenbar sehr über die Fotos von Politikern mit Schaufeln in der Hand, die bei offiziellen Spatenstich-Terminen gemacht werden, wenn die Arbeiten an Straßen, Radwegen oder Schulgebäuden beginnen. Eberlein geht das „Schaulaufen“ zu weit. Ihm wurmt es, dass Bundestagsabgeordnete, Landräte und Bürgermeister nur für ein Foto anreisen. Und die Kosten dafür müsse der Steuerzahler letztlich zahlen.

Mit der Petition des sparsamen Bürgers wird sich nun der bayerische Landtag befassen. Eberlein hofft auf eine Regelung, dass in Zukunft weniger Menschen bei solchen Anlässen anwesend sind. „Bezahltes Herumstehen“ soll beendet werden.

Auf großartige Unterstützung darf der schwäbische Bürger wohl nicht hoffen. Der Günzburger Landrat Hubert Haefner sagte gegenüber dem Bayerischen Rundfunk, Spatenstiche hätten eine lange Tradition. Außerdem würden er und seine Kollegen die Foto-Termine zusätzlich zu ihren anderen Pflichten wahrnehmen – und dafür auch häufig Überstunden machen.  mm

Artikel 10 von 11