3540 kleine Wasserratten

von Redaktion

VON FRANZISKA KONRAD

München/Holzkirchen – Seit gestern arbeiten 3540 kleine Wassermänner und Nixen im Freistaat daran, nach einer Woche Training das Bronzeabzeichen in den Händen zu halten. Unter dem Motto „Bayern schwimmt 2019: Sommer, Sonne, sicher schwimmen“ hat Landtagspräsidentin Ilse Aigner am Montag in Holzkirchen (Landkreis Miesbach) die Schulschwimmwoche eröffnet. Mit dem Bronze-Abzeichen wird den Kindern bestätigt, dass sie sich mindestens 15 Minuten sicher über Wasser halten können.

„Schwimmen macht Spaß, ist gesund und lebensnotwendig“, betonte Aigner. Die CSU-Politikerin lobte auch das Engagement der Ehrenamtlichen vom Roten Kreuz, „die die Umsetzung der Schulschwimmwoche überhaupt möglich machen“.

Warum das Projekt so wichtig ist? Schwimmen zu können sei der beste Schutz vor dem Ertrinken, heißt es vom Bayerischen Roten Kreuz. Deshalb möchte die Wasserwacht im Rahmen der Schulschwimmwoche möglichst vielen Schülern helfen, das Bronzeabzeichen zu schaffen.

Damit beim Badespaß alles glatt läuft, muss auch der Nachwuchs beim Schwimmen ein paar Regeln beachten. „Es ist zum Beispiel wichtig, dass Kinder wissen, dass sie nicht direkt nach dem Essen ins Wasser springen sollen und sich bei heißen Temperaturen vor dem Baden kalt abduschen“, sagt Damaris Sonn, Pressesprecherin der Wasserwacht Bayern. Der Verbund, der jährlich 10 000 Heranwachsenden das Schwimmen beibringt, hat ein Plakat entwickelt, auf dem die Baderegeln einfach erklärt sind. Es ist unter www.wasserwacht.bayern.de zu finden.

Einen Rat legt Sonn vor allem Eltern ans Herz: „Selbst wenn Ihr Kind das Bronzeabzeichen besitzt, ist es damit nicht automatisch ein sicherer Schwimmer.“ Hier sei es wie beim Radfahren: „Man muss immer wieder üben und trainieren, bis man fest im Sattel sitzt“, erklärt die Pressesprecherin. Sie appelliert an die Erziehungsberechtigten, mit ihren Schützlingen das Schwimmen zu trainieren.

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