Saubere Aktion

von Redaktion

650 Gymnasiasten sammeln Müll im Englischen Garten – Projekt für erhöhtes Umweltbewusstsein

Sich unter Parkbänke bücken, statt die Schulbank zu drücken, hieß es gestern für 650 Schüler des Luitpold Gymnasiums. Den ganzen Vormittag über suchten sie im Englischen Garten nach liegen gelassenen Flaschen, Kippen und Verpackungen, die so mancher Schmutzfink dort hinterlassen hat.

Bei der Aktion kam ein ganzer Müllberg zusammen. Aus dem Abfall werden die Schüler Kunstwerke basteln, die besten zeichnet die Baywa-Stiftung, Umweltpate des Gymnasiums, aus. „Damit wollen wir vor allem eine Botschaft senden. Rund 20 Tonnen Müll kommen im Laufe des Sommers im Englischen Garten zusammen“, sagt der Umweltbeauftragte des Gymnasiums Tobias Nöbauer, der die Aktion ins Leben rief.

Dass auch den Schülern die Umwelt am Herzen liegt, ist spätestens seit den Fridays-for-Future-Demos klar. Und auch die Gymnasiasten zeigten Begeisterung für das Thema. „Wir versuchen, mehr öffentlich zu fahren und weniger Fleisch zu essen“, sagen Achtklässlerinnen Julie Lutz und Annika Ruhrmann (beide 13).

Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber und Kultusminister Michael Piazolo (beide Freie Wähler), die zum Ende der Aktion kamen, lobten das Engagement der Schüler. Der Kultusminister gab den Jugendlichen mit: „Tragt die Botschaft nach Hause weiter.“ Denn viele junge Menschen seien umweltbewusster als ihre Eltern. Umwelt und Nachhaltigkeit werden im Unterricht immer wichtigere Themen, die die Lehrer mit ihren Schülern besprechen.

Die Müllsammlung gestern im Englischen Garten war ein Pilotprojekt der Stadt, weitere Schulen sollen dazukommen. SEBASTIAN BERGSTEINER

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