Konstanz – Am Bodensee hat die Erde in der Nacht zum Dienstag gleich mehrmals spürbar gebebt. Das stärkste Beben um 1.17 Uhr habe einen Wert von 3,7 erreicht, teilte der Landeserdbebendienst mit. Davor und danach zeichneten die Messgeräte noch vier schwächere Beben auf. Das Epizentrum habe etwa elf Kilometer nordwestlich von Konstanz auf der Halbinsel Bodanrück gelegen. Die Erdstöße waren in einem Umkreis von etwa 20 Kilometern spürbar.
Bei der Polizei hätten etwa 100 besorgte Menschen aus dem Kreis Konstanz und dem westlichen Bodenseekreis angerufen, sagte ein Sprecher. Es waren zunächst keine Schäden infolge der Erdstöße bekannt. Auch wurde niemand verletzt.
„Das Beben ist insgesamt nichts Besonderes“, sagte der Leiter des Landeserdbebendienstes, Stefan Stange. Der Grund sei die geografische Lage von Konstanz: „Wir befinden uns hier schon im Alpenvorland. Da die Berge nach Norden schieben, kommt es immer wieder zu Erdbeben.“
In der Regel treten sichtbare Schäden erst ab einem Wert zwischen 4 und 5 auf. Da der Entstehungsort dieses Bebens aber nur etwa drei Kilometer unter der Erdoberfläche gelegen habe, seien einzelne Risse im Putz nicht ausgeschlossen. Beim Landeserdbebendienst gingen rund 900 Hinweise zum nächtlichen Beben ein. lby