Alpenverein-Reisen ab 2020 zu 100 Prozent CO2-kompensiert

von Redaktion

München – Der Summit Club des Deutschen Alpenvereins weitet sein ökologisches Engagement aus. Als erster deutscher Reiseveranstalter kompensiert er künftig den CO2-Ausstoß aller angebotenen Flugreisen zu 100 Prozent. Die neue Regelung gilt für alle Angebote mit Abreisedatum ab dem 1. Januar 2020.

Der Kompensationsbedarf werde nicht als zusätzliche Ausgabe im Reisepreis einkalkuliert, sondern aus einem separaten Umwelttopf finanziert, kündigt der DAV in einer Mitteilung an. Die vollständige CO2-Kompensation ist besonders bei Fernreisen teuer. Bei einer Reise von München über Istanbul nach Kathmandu und zurück werden pro Person beispielsweise 3,8 Tonnen CO2 produziert. Das entspricht einem Kompensationsbetrag von 88 Euro. Bei knapp 15 000 Reisegästen jährlich kommt eine große Summe zusammen. Der DAV Summit Club möchte es aber seinen Kunden überlassen, ob sie sich mit einem eigenen Beitrag an der Befüllung des Klimatopfes beteiligen. Das Geld aus dem Projekt mit dem Titel „Gemeinsam 100% geben“ fließt in das atmosfair-Programm des DAV Summit Clubs. Es unterstützt in ländlichen Regionen Nepals den Bau von Kleinbiogasanlagen. 2018 haben der DAV Summit Club und dessen Kunden 55 800 Euro für Klimaschutzprojekte gespendet.  mm

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