Neulich watschelte ich mit meiner Entenfreundin Agnes an einer großen Weinbergschnecke vorbei. Es war früher Morgen und die Schnecke zog eine Schleimspur durchs feuchte Gras. „Schnecken schaffen oft nur einen Millimeter pro Sekunde“, quakte Agnes. Das Kriechen ist aber auch ziemlich kräftezehrend. Anders als Enten und Zweibeiner haben Schnecken keine Knochen. Sie gehören zu den Weichtieren. „Um voranzukommen, brauchen sie einen starken Fuß“, quakte Agnes. So nennt man den Teil der Schnecke, mit dem sie kriecht. Sie spannt und entspannt die Muskeln in ihrem Fuß abwechselnd – und zwar nicht alle gleichzeitig, sondern so, dass eine wellenförmige Bewegung entsteht. „Es ist ganz schön anstrengend, so vom Fleck zu kommen“, quakte Agnes. Darum bilden Schnecken Schleim. Darauf können sie kraftsparend wie auf einer Straße gleiten. Und: „Dadurch ist ihr Fuß auch vor Dornen und scharfkantigen Kieseln geschützt“, schnatterte Agnes. Um Schleim zu bilden, brauchen Schnecken viel Wasser. Der Schleim enthält aber auch viele Eiweiße. Manche davon schützen die Tiere vor Bakterien. Andere bestimmen die Konsistenz des Schleims. So verzichten viele Vögel auf Nacktschnecken, weil sie ihnen zu zäh und bitter sind. Eure Paula