Park-Chaos am Eibsee

von Redaktion

Polizei muss Zufahrt sperren – 107 Strafzettel an einem Tag

Grainau – Das Problem ist nicht neu: An schönen Wochenenden versinken Grainau und der Eibsee (Kreis Garmisch-Partenkirchen) im Park-Chaos. Am vergangenen Wochenende waren die Kapazitäten bereits um 10.50 Uhr erschöpft, die Straße wurde von 12 bis 15 Uhr gesperrt. Doch trotz Verkehrsdurchsagen und obwohl bereits auf elektronischen Tafeln in Garmisch-Partenkirchen darauf hingewiesen wurde, hielt der Zustrom „unvermindert an“, heißt es von der Polizei. 107 Parkverstöße hat sie geahndet.

Dennoch sieht Grainaus Bürgermeister Stephan Märkl auch Veränderungen zum Positiven: Einsatzfahrzeuge werden nicht mehr durch auf der Straße parkende Autos behindert, viele stellen ihren Pkw in der Wiese ab. Trotzdem halten nun jene Fahrzeuge die Retter auf, die im Stau warten, in der Hoffnung, doch noch einen Parkplatz zu finden. Auch für den BRK-Rettungsdienst, der zwischen 10 und 18 Uhr am Eibsee Dienst hat, ist die Situation bisweilen schwierig. Ein Notweg für Einsatzkräfte werde immer wieder von Autofahrern benutzt.

Die Polizei sieht die Sicherheit am Eibsee gefährdet und wird nach eigenen Angaben die zuständigen Behörden wie Landratsamt und Gemeinde schriftlich darauf hinweisen. Was mögliche Lösungen angeht, herrscht jedoch bei allen Beteiligten nach wie vor Ratlosigkeit. Im vergangenen Jahr reagierte man mit Halteverboten und Leitplanken am Eibseeberg. Das Shuttle-Angebot der Eibsee-Verkehrsgesellschaft werde zwar genutzt, chaotisch bleibe es dennoch.

Auch weitere elektronische Tafeln helfen nur bedingt. Jörg Bönisch, Leiter des Unternehmens PUS aus Farchant, das unter anderem den Verkehr für die Bayerische Zugspitzbahn steuert, sagt: „Wenn Autofahrer die Hinweise nicht annehmen, bist du machtlos.“  kat

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