Frauenbund stärkt „Maria 2.0“ den Rücken

von Redaktion

München – Als hoffnungsvolles und Frieden sendendes Zeichen hat Emilia Müller, Vorsitzende des Katholischen Deutschen Frauenbundes Landesverband Bayern, die Initiativen „Maria 2.0“ und „Maria, schweige nicht!“ bezeichnet. Die Frauen verwandelten ihre Enttäuschung über jahrelange Missachtung nicht in Wut, sondern in Mut, erklärte Müller gestern in München. Leere Kirchenbänke, Missbrauch, Vertrauensverlust, Priestermangel und der rapide Verlust an Kirchenmitgliedern – das seien die Fakten auf der Soll-Seite der Bilanz der katholischen Kirche. „Auf der Haben-Seite sehe ich vor allem engagierte Katholikinnen, denen die Zukunft ihrer Kirche am Herzen liegt“, erklärte sie mit Blick auf die genannten Initiativen. Diese Frauen brächten ihre Vorstellungen von gelingender Kirche deutlich zum Ausdruck – ebenso ihre Forderungen nach Frauen im Amt, auch mit Weihe und Würde. Müller kann die Ungeduld der Frauen gut nachvollziehen, denn „Zeit zum Nachdenken war ausreichend gegeben. Jetzt ist es Zeit, um zu handeln.“ Besorgt zeigt sich Müller indes, dass die Amtskirche die Zeichen der Zeit zu spät erkennt. „Maria 2.0“ und die KDFB-Aktion „Maria, schweige nicht!“ habe die Frauen endlich aus ihrer langen frommen Zurückhaltung geholt. „Ich bin ehrlich gesagt überrascht über den breiten und offensichtlichen Zuspruch der Frauen an der Basis zu den Aktionen“, so Müller.

Die damit verbundene Zuversicht werde leider untergraben durch Reaktionen wie die des Pfarrers in Forst bei Schweinfurt an Mariä Himmelfahrt (wir berichteten). In der Pfarrei hatte eine Aktion von „Maria 2.0“ zu einem handfesten Eklat mit dem Pfarrer geführt. Müller stellte sich hinter die Frauen aus Forst.  cm

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