Allershausen/Weyarn – Die Polizei hat Ermittlungen zu zwei rätselhaften Todesfällen auf den Autobahnen A 8 und A 9 aufgenommen. In einem Fall, dem Toten auf der A 9 kurz nach der Anschlussstelle Allershausen (Kreis Freising), werden dringend Zeugen gesucht. Auf dem Seitenstreifen der Autobahn in Fahrtrichtung München hatten Autofahrer am Dienstag gegen 5.30 Uhr eine leblose Person entdeckt.
Der etwas mysteriöse Leichenfund löste umfangreiche Ermittlungen aus. Es ist wahrscheinlich, dass der 35 Jahre alte Tote aus dem Landkreis Freising eine Panne gehabt hatte – denn sein Auto wurde nicht weit entfernt vom Fundort der Leiche mit eingeschalteter Warnblinkanlage gefunden. Die Polizei nimmt an, dass der Mann angefahren wurde und der Unfallverursacher dann flüchtete. Es werden weitere Zeugen gesucht, die sich bei der Verkehrspolizei Freising unter 0 81 61/ 95 21 11 melden können.
Nicht lückenlos aufgeklärt ist zudem der Tod eines 24-jährigen Mannes aus Polen, der in der Nacht auf Dienstag kurz nach Mitternacht auf die Fahrbahn der Salzburger Autobahn 8 bei Seeham/Weyarn trat und von einem Auto überfahren wurde. Er war nach Angaben von Michael Janski, Leiter der Autobahnpolizei Holzkirchen, vermutlich sofort tot. Nicht klar ist, warum der 24-Jährige das lebensgefährliche Wagnis einging, die Autobahn zu überqueren. Er war mit einem Fernbus von Bozen gekommen und hatte auf dem Weg nach München eine Fahrpause auf dem Parkplatz Seehamer-See-Ost genutzt, um die Autobahn zu Fuß zu überqueren. Auf dem Rückweg wurde er vom Pkw einer 27-Jährigen aus Nordrhein-Westfalen erfasst, die mit drei Freunden auf dem Weg in den Urlaub war. Die Frau erlitt einen Schock, sie hatte keine Chance, zu bremsen. Eventuell litt der 24-Jährige, der allein reiste, an einer psychischen Erkrankung. hö/avh