Regensburg – Die Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen gegen den Regensburger Alt-Oberbürgermeister Hans Schaidinger (CSU) eingestellt. Der Korruptionsverdacht hat sich nach Behördenangaben nicht erhärtet. Die Regensburger Ermittler hatten geprüft, ob Bestechlichkeit oder Vorteilsannahme vorlagen. Ein Bauunternehmer hatte laut Staatsanwaltschaft 2014 dem damals noch amtierenden Stadtoberhaupt einen Beratervertrag angeboten, der nach dem Ende von Schaidingers Amtszeit 2015 auch zustande kam. Es habe sich aber nicht nachweisen lassen, dass der heute 70-Jährige als OB (1996 bis 2014) Vorteile des Bauunternehmers im Zusammenhang mit seiner Dienstausübung entgegennahm. Laut „Regenburg-digital“ sind noch weitere Verfahren gegen Schaidinger anhängig.
Schaidingers Nachfolger Joachim Wolbergs indes bleibt suspendiert. Das hat das Verwaltungsgericht Regensburg ebenfalls am Mittwoch entschieden. Der frühere SPD-Politiker sagte, es sei klar, dass das Gericht sich auf eine Stellungnahme der Landesanwaltschaft stütze, die wiederum „blind die Argumente der Partnerbehörde, nämlich der Regensburger Staatsanwaltschaft, übernommen hat“. lby