Kampf um Rückkehr ins Rathaus

von Redaktion

Regensburg: Suspendierter OB will alle Rechtsmittel ausschöpfen

Regensburg – Der suspendierte Regensburger Oberbürgermeister Joachim Wolbergs will trotz einer Absage des Verwaltungsgerichts weiter für seine Rückkehr ins Rathaus kämpfen. Er werde Beschwerde beim Bayerischen Verwaltungsgerichtshof einlegen, bekräftigte der 48-Jährige gestern. Es sei „mit normalem Menschenverstand“ nicht nachzuvollziehen, dass jemand, der einen Fehler gemacht habe, der nichts mit der Dienstausübung zu tun habe, aus dem Amt genommen werde.

Wolbergs war Anfang Juli in zwei Fällen wegen Vorteilsnahme verurteilt worden, auf eine Strafe verzichtete das Gericht. Die Landesanwaltschaft hatte den Kommunalpolitiker im Januar 2017 vorläufig des Dienstes enthoben, nachdem Wolbergs wegen Korruptionsvorwürfen in Untersuchungshaft genommen worden war. Das Verwaltungsgericht hatte jetzt entschieden, die Suspendierung nicht aufzuheben. Wolbergs will kämpfen, beruflich und juristisch. Im kommenden Jahr tritt er erneut im Kommunalwahlkampf an, dann für den neu gegründeten Wahlverein „Brücke“. Einer Kandidatur stehe nichts entgegen, sagte er. Auf dem Rechtsweg wolle er alle Mittel ausschöpfen. Auch wenn er bekannte: „Ich habe kein Geld mehr.“ Von einem halben Nettogehalt eines Oberbürgermeisters, das er beziehe, könne „jeder Sterbliche super leben, ich auch“. Aber davon könne man die Anwaltskosten für einen solchen Prozess nicht leisten. lby

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