Anders als wir Enten hat Wasserfledermaus Friedrich keine Federn. „Wozu auch?“, sagte er. „So was braucht doch nun wirklich keine Fledermaus. Mit etwas dünner Haut zwischen den Fingern fliegt es sich doch viel besser.“ Denn daraus bestehen die Flügel einer Fledermaus: aus ihren aufgespreizten, extrem langen Fingern, zwischen denen dünne Haut wie ein Segel aufgespannt ist. Natürlich haben Fledermäuse auch Oberarme, die aber sehr kurz sind. Damit sie sich festkrallen und kopfüber richtig abhängen können, sind ihre Daumen frei. Ihre großartigen Flugkünste zeigen Fledermäuse in der Dunkelheit: Wir Enten sind in der Luft bei Weitem nicht so wendig wie sie. Darum passt der Name, den ihnen einst Zweibeiner gegeben haben, gar nicht so gut: „Fledern“ ist nämlich ein altes Wort für „flattern“. Daraus ist der Name Fledermaus entstanden. „Mal ehrlich: Von Flattern kann man vielleicht bei Enten sprechen“, sagte Friedrich. „Bei uns dagegen von richtiger Flugkunst.“ Tatsächlich muss ich zugeben, dass Friedrich spektakuläre Flugmanöver draufhat. „Dabei helfen mir feine Härchen auf der Flügeloberseite“, sagte Friedrich. Damit spürt er jeden Hauch. „Hätte ich diese Härchen nicht, würde ich viel von meinem Fluggefühl verlieren.“ Eure Paula