Garmisch-Partenkirchen – Es ist eine Serie, die im Landkreis Garmisch-Partenkirchen Autofahrer mit Sorge erfüllt: Bei fünf Fahrzeugen im Landkreis wurden innerhalb eines Monats die Radmuttern an einem Reifen gelockert. Zum Glück führte kein Fall bislang zu einem Unfall. Die Polizei ermittelt inzwischen wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr.
Bei den ersten drei Fällen seit dem 22. Juli waren die Fahrzeuge von drei jungen Frauen in Garmisch-Partenkirchen und Grainau offensichtlich manipuliert worden. Am 26. Juli fiel zunächst einer 20-jährigen Autofahrerin in Grainau unterwegs auf, dass etwas nicht stimmte mit ihrem Wagen. Das Auto fuhr sich anders als sonst, es schwamm und machte merkwürdige Geräusche. Als sie den Wagen kontrollierte, fiel ihr der lockere Reifen vorne links auf. Am 14. August passierte das einer 23-Jährigen in Garmisch-Partenkirchen – ebenfalls am Reifen vorne links waren die Muttern gelockert. Am vergangenen Freitag entdeckte ein 59-jähriger Mann in Grainau, bevor er in seinen Sprinter einstieg, dass sich jemand an den Radmuttern zu schaffen gemacht haben musste. Am Montag hatte ein 57-jähriger Mann in Mittenwald an seinem Wagen ein seltsames Fahrverhalten bemerkt und festgestellt, dass alle fünf Radmuttern vorne links gelöst waren.
Der jüngste Vorfall aus Garmisch-Partenkirchen stammt vom vergangenen Freitag: Eine 36-Jährige aus Münsing (Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen), die in Garmisch-Partenkirchen arbeitet, bemerkte auf der Heimfahrt auf der Autobahn bei Tempo 140, dass es etwas nicht stimmte. Die Fahrerin überprüfte auf einem Parkplatz die Reifen und auch hier: vorne links musste sie die Schrauben anziehen.
„Fünf ähnliche Fälle“ – das bereitet der Polizei in Garmisch-Partenkirchen schon Sorgen. Ein Zufall ist laut Markus Stückl immer unwahrscheinlicher. Zum Glück sei noch niemand zu Schaden gekommen. In Mittenwald gab es vor vielen Jahren schon einmal eine Serie von mindestens zehn Fällen. Gefasst wurde der Täter nicht. kat