von Redaktion

Watschle ich am See herum, sehe ich neuerdings überall Superhelden. Das liegt daran, dass mir meine Entenfreundin Agnes so viel von den Superkräften der Pflanzen geschnattert hat. Mein Blick auf die grüne Welt am See hat sich seither verändert. Mir ist, als seien die Pflanzen lebendiger geworden. Ich hockte gestern spätabends allein am Ufer. Da hatte ich plötzlich das Gefühl, beobachtet zu werden. Als ich zum Schilf blickte, glaubte ich, es wolle mir etwas zuflüstern – richtig unheimlich! Noch schlimmer wurde es am nächsten Morgen. Ich wollte ein paar Wasserpflanzen zum Frühstück futtern. Doch kaum hatte ich den Schnabel aufgemacht, war das Gefühl vom Vortag wieder da. „Du hast wohl keinen Appetit?“, quakte meine Freundin Klara, die mit Agnes herbeigewatschelt kam. „Ich glaube, ich kann nie wieder eine Pflanze essen“, quakte ich. Ich erzählte, was ich am Tag zuvor erlebt hatte. „Von sprechenden Schilfhalmen habe selbst ich noch nichts gehört“, quakte Agnes. „Bestimmt hat der Wind das Schilf zum Rascheln gebracht.“ Da tauchte die Biberin Frau Dr. Raspelzahn auf. „Guten Morgen!“, rief sie. „Entschuldigen Sie, dass ich sie gestern im Schilf nicht gegrüßt habe, Paula. Sie waren so in Gedanken – da wollte ich nicht stören!“ Eure Paula

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