Bayreuth – Im Mordprozess um die erschlagene Tramperin Sophia Lösche hat die Staatsanwaltschaft gestern für eine lebenslange Haftstrafe des angeklagten Fernfahrers wegen Mordes und gefährlicher Körperverletzung plädiert. Der Anwalt der Eltern schloss sich vor dem Landgericht Bayreuth der Forderung an. Er wies darüber hinaus auf eine besondere Schwere der Schuld hin.
Der Verteidiger des 42-jährigen Marokkaners räumte ein: „Der Angeklagte hat große Schuld auf sich geladen.“ „Warum verschweigen Sie die Wahrheit, warum?“ Voller Verzweiflung bombardierte der Vater den mutmaßlichen Mörder seiner Tochter mit all den Fragen, die seit dem Tod von Sophia Lösche die Familie quälen. Selbst der Angeklagte schien keine Antwort mehr zu finden. „Wenn Sie mich auch zum Tode verurteilen, es macht mir nichts aus“, sagt der 42-Jährige zum Richter. Für eine sexuelle Straftat gebe es keine Beweise, räumte die Staatsanwältin ein. Das Urteil soll am 18. September fallen. mm/lby