Eine Mutter soll ihre drei Monate alte Tochter schwer misshandelt und getötet haben. Zu Beginn des Prozesses am Landgericht München II erklärte ihr Verteidiger am Mittwoch, dass seine Mandantin bestreite, das Kind verletzt zu haben. Sie sei jedoch „extrem emotional berührt und belastet“ und könne deshalb zunächst nur zu ihrem Lebenslauf aussagen. Die Staatsanwaltschaft wirft der 29-Jährigen vor, ihre Tochter aus Überforderung durch die Luft geschleudert und mehrmals mit Wucht gegen den Kopf geschlagen zu haben. Laut Anklage war auch der Vater während der Tat in der Wohnung in Otterfing (Kreis Miesbach) gewesen, unternahm jedoch nichts. Er steht deshalb wegen „Totschlags durch Unterlassen“ ebenfalls vor Gericht. lby