von Redaktion

Mit Federn bezahlen? Wir Enten konnten kaum glauben, was uns die Biberin Frau Dr. Raspelzahn erzählt hatte. Auf den SantaCruz-Inseln, die auf der anderen Seite der Erde im Pazifischen Ozean liegen, wurde früher tatsächlich Federgeld genutzt. Das stellten die Menschen aus den roten Kopf- und Brustfedern männlicher Kardinal-Honigfresser her. „Den Menschen auf diesen Inseln galt Rot nämlich als Farbe der Götter“, erklärte uns Frau Dr. Raspelzahn. Zunächst klebten sie aber Teile von Taubenfedern zu langen Bändern zusammen. Daran befestigten sie die roten Federn – und rollten die Bänder zu tellergroßen Spiralen auf. Für eine einzige davon brauchte man 50 000 Federn und mehr. Dazu mussten die Zweibeiner etwa 600 Honigfresser fangen. Das war nicht einfach, weil diese Vögel sehr scheu sind. Zudem war die Herstellung kompliziert, war aufwendig und dauerte sehr lang. Die fertigen Spiralen waren nicht alle gleich viel wert: Je kräftiger die Farbe der Federn und je besser ihr Zustand, desto wertvoller waren sie. Das Federgeld gab man aber nicht für Kleidung, Essen oder Schmuck aus – sondern für seine Zukünftige: Wollte ein Mann eine Frau heiraten, musste ein „Brautpreis“ für sie bezahlt werden – und zwar mit Federspiralen. Eure Paula

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