Bad Staffelstein – Mäßig angenehmer Abend für Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer: Bei der Klausur der CSU-Landtagsfraktion in Kloster Banz haben mehrere oberbayerische Abgeordnete am Dienstag die Ausfälle und Verspätungen bei der Münchner S-Bahn kritisiert und Abhilfe verlangt. Man habe „friedlich, aber sehr deutlich“ mit Scheuer gesprochen, verlautete aus der CSU.
Unter anderem Kerstin Schreyer, Sozialministerin und Abgeordnete aus München-Land, soll Klartext gesprochen haben. „Es kann nicht sein, dass am 1. Schultag S-Bahnen ausfallen“, wird sie zitiert. Nach drei CSU-Bundesverkehrsministern in Folge falle jedes Ärgernis in der Bahn-Politik auf die CSU zurück, warnte sie. Im Winter könne da an kalten Bahnsteigen viel Unmut aufkommen.
Die Bahn hatte unlängst zum Ärger der Region angekündigt, unter anderem auf den Linien S3 und S8 Taktverstärker zu streichen. Scheuer verteidigte sich, er sei nicht direkt für die S-Bahn zuständig. „Wir haben einen Flaschenhals in München, ein Resultat der Stadtpolitik der letzten Jahrzehnte“, sagte er. Andere Landtagsabgeordnete konterten, als Vertreter des Eigentümers der Bahn sei Scheuer sehr zuständig. Schon bei der letzten CSU-Klausur in Banz hatte es kräftig zwischen dem zugeladenen Bundesminister und der Fraktion geknirscht. cd