Feldkirchen/Ebersberg – Der wegen Veruntreuung von Verbandsgeldern angezeigte Präsident des Bayerischen Jagdverbands (BJV) Jürgen Vocke kann die Vorwürfe gegen sich weiterhin nicht nachvollziehen. „Ich wüsste nicht, was ich Verbandsschädigendes getan haben soll.“ Vocke berichtet von verbandsinternen Diskussionen darüber, ob er als Angestellter gilt oder als selbstständig. „Ich kann nicht ausschließen, dass mir mal ein Fehler passiert ist und ich zum Beispiel einen Bewirtungsbeleg nicht vollständig ausgefüllt habe.“ Aber er habe konsequent ein Fahrtenbuch geführt.
Auch den Vorwurf von Drohungen gegen die Schatzmeisterin Mechtild Maurer wies Vocke zurück. Maurer hatte der Deutschen Presse-Agentur gesagt, dass Vocke ihr mit rechtlichen Schritten gedroht habe, wenn sie einen Präsidiumsbeschluss zu Aufwandsentschädigungen umsetze. Vocke wies die Darstellung zurück. Er erinnere sich nur an eine Präsidiumssitzung, an der er nicht teilgenommen habe, woraufhin er die Sitzungsergebnisse zunächst überprüfen wollte. Allerdings sei es zuletzt sehr emotional zugegangen. „Vielleicht habe ich da mal wie ein angeschossener Eber überreagiert, aber niemals gedroht.“ lby