Serienbankräuber vor Gericht

von Redaktion

Mann soll bei Banküberfällen über 200 000 Euro erbeutet haben

Landshut – Ein 40-jähriger arbeitsloser Schreiner muss sich ab heute wegen schwerer räuberischer Erpressung vor dem Landgericht Landshut verantworten: Ihm wird vorgeworfen, bei neun Überfällen auf Banken in München und den Kreisen Freising, Fürstenfeldbruck, Dachau, Erding, Pfaffenhofen an der Ilm und Landshut über 200 000 Euro erbeutet zu haben. Seit dem Frühjahr 2016 bis zu seiner Festnahme im Januar dieses Jahres hatte der mutmaßliche Bankräuber für Angst in Bayerns Geldinstituten gesorgt. Neben den neun Fällen, für die er sich jetzt vor Gericht verantworten muss, rechnet die Polizei ihm zwei weitere, misslungene Überfälle in den Landkreisen Dachau und Freising zu.

Die Taten liefen alle ähnlich ab: Der Angeklagte soll am helllichten Tag in die Banken gekommen sein und die Angestellten mit einer täuschend echt aussehenden Scheinwaffe bedroht haben. Er soll sie aufgefordert haben, Geld in eine mitgebrachte Stofftasche oder einen Plastikmüllbeutel zu packen. Der Täter war dabei in den meisten Fällen mit einer Sturmhaube maskiert. Nach dem Erhalt des Geldes soll der Verdächtige mit einem schwarzen VW Passat Variant oder einem weißen BMW Touring geflohen sein.

Die beiden Fluchtfahrzeuge waren es schließlich, die die Beamten der Polizeipräsidien Oberbayern Nord, München und Niederbayern auf die Spur des Münchners brachten. Außerdem verlor er bei einer Tat ein Stück seiner Waffe, auf dem DNA-Spuren festgestellt werden konnten. Die Beamten nahmen den Familienvater in Abwesenheit seiner Frau und seiner beiden Kinder in seiner Wohnung fest.

Bei einer Verurteilung erwartet ihn eine mehrjährige Gefängnisstrafe. Der 40-Jährige ist bereits vorbestraft: Im Jahr 2010 wurde er wegen Betrugs und Urkundenfälschung zu einer Bewährungsstrafe verurteilt.  mm

Artikel 7 von 11