von Redaktion

Bei uns Tieren am See geht es demokratisch zu: Gibt es etwas Wichtiges zu entscheiden, treffen wir uns am Seeufer, beraten uns und stimmen ab. Umso mehr wunderte ich mich, als meine Entenfreundin Agnes gestern quakte: „Für den König des Waldes beginnt jetzt die wichtigste Zeit des Jahres.“ Ich war überrascht: „Seit wann haben wir Tiere einen König?“, schnatterte ich. Agnes lachte. „Ich quake vom Rothirsch“, klärte sie mich auf. „Den nennen die Zweibeiner auch ,König des Waldes‘.“ So ist der Rothirsch deutlich größer als Reh oder Damwild. Vom Huf bis zur Schulter können männliche Tiere bis zu eineinhalb Meter messen. Doch nicht nur ihre Größe macht sie zu Königen des Waldes. „Noch bis Ende des Winters tragen die Hirschmänner eine Krone auf dem Kopf: das Geweih“, quakte Agnes. Das brauchen sie jetzt im Herbst, wenn sie nach netten Hirschkühen suchen, um für Nachwuchs zu sorgen. Denn haben sie eine Damengruppe aufgespürt, ist dort oft schon ein anderer Hirsch da und droht dem Eindringling laut röhrend. Lässt sich der nicht einschüchtern, kommt es zum Kampf, Geweih gegen Geweih. Wir Enten würden das gern mal sehen. Bei uns im Wald gibt es aber nur Rehe. Rothirsche leben in Bayern zum Beispiel in den Alpen. Eure Paula

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