Regensburg – Nur einen Monat nach dem Gewalt-Exzess von Amberg gingen am 4. Februar dieses Jahres erneut zwei andere Afghanen auf Prügeltour – diesmal im Regensburger Bahnhofsviertel. Gestern wurde mit Mohammad N. (18) einer der beiden vom Amtsgericht zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt – Komplize Muschtaba Hussaimi (19) sprang dagegen am 24. Juli aus dem Fenster des afghanischen Generalkonsulates, ist seitdem auf der Flucht.
Von „immenser Gewalt“ sprach die Staatsanwältin, er sei nach seiner Flucht in Deutschland „abgerutscht“, es tue ihm leid, hielt Mohammad N. dagegen. In nicht mal einer Stunde hatten die beiden vier Passanten (25 bis 75) angriffen. Zunächst pöbelten die Asylbewerber einen 53-Jährigen an, schlugen mit einer Schnapsflasche nach ihm und prügelten auch dann noch auf ihn ein, als er schon am Boden lag. Wahllos traf es dann Vorbeigehende wie einen 75-Jährigen, und einen 25-jährigen Syrer, der dem Rentner zu Hilfe eilte. Auch ein 49-jähriger Iraker wurde am Hauptbahnhof mit Fäusten und Füßen traktiert.
Mohammad N. hatte noch drei weitere Prügel-Anklagen am Hals, ist zudem wegen gefährlicher Körperverletzung vorbestraft. Er soll sofort nach Ende des Strafverfahrens in seine Heimat abgeschoben werden.