Probleme im Krankenhaus

von Redaktion

Multiresistente Keime gibt es in jedem Krankenhaus – in unterschiedlicher Ausprägung. Das Fürstenfeldbrucker Klinikum steht besser da als der Bundesdurchschnitt. Trotzdem ist die Resistenz immer ein Thema. Die Gefahr besteht, dass Antibiotika nicht mehr wirken, wenn sich nach einem Eingriff Wunden entzünden. Dann kann für den Patienten Lebensgefahr bestehen.

Eine Studie zeigt: Je mehr Antibiotika verabreicht werden, desto mehr Resistenzen gebe es, erklärt Chefarzt Dr. Florian Weis. Daher will man den Verbrauch eindämmen und auf verträglichere Präparate beschränken. 85 Prozent der Rezepte werden in den Arztpraxen ausgestellt. Daher setzt Bari dort an. „Wir sind die Wegbereiter“, sagt Dr. Werner Kainzinger, Vorsitzender des ärztlichen Kreisverbandes Fürstenfeldbruck. „Das Krankenhaus muss es ausbaden.“

Und die Zukunft sieht nicht rosiger aus: Viele Pharmazien ziehen sich aus der Antibiotika-Forschung zurück, da sie nicht mehr rentabel ist, erklärt Kainzinger. „Die Rettungsanker bei Resistenzen waren immer neue Antibiotika.“ Diese würden nur selten und im Notfall eingesetzt. „Doch irgendwann ist nichts Neues mehr auf dem Markt.“  imu

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