Teures Abschiebegefängnis

von Redaktion

Einrichtung am Flughafen kostet 14,7 Millionen Euro im Jahr

München – Die Abschiebehafteinrichtung in einem gemieteten Hangar am Flughafen München kommt die Steuerzahler in Bayern teuer zu stehen. Nach Recherchen des Bayerischen Rundfunks kostet die mit 30 Haftplätzen ausgestattete Einrichtung in diesem Jahr 14,7 Millionen Euro aus dem Haushalt des Innenministeriums. Dies bestätigte der Präsident des Landesamtes für Asyl und Rückführungen Thomas Hampel. Davon entfallen alleine über fünf Millionen Euro auf die Miete, die der Freistaat an die Münchner Flughafengesellschaft bezahlt. Für die Bewirtschaftung der Einrichtung sind in diesem Jahr 9,5 Millionen Euro veranschlagt.

Die ersten Häftlinge zogen vor genau einem Jahr in die im ehemaligen Air-Berlin-Hangar aufgestellten Container, in denen bis heute 260 ausreisepflichtige Ausländer untergebracht wurden. Daraus errechnete sich ein Tagessatz von über 4000 Euro pro Person. Die Experten des Landesamtes gehen allerdings davon aus, dass mit der aktuellen Auslastung die Kosten auf rund 2000 Euro pro Tag gesenkt werden können.

Ende des Jahres läuft der Mietvertrag für den Hangar aus. Deshalb bemüht sich das Landesamt darum, eine kostengünstigere Unterbringung mit Containern auf einem anderen Flughafenareal zu schaffen. Damit hoffe man die Mietkosten halbieren zu können. mm

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