München – Ende einer Ära: Nach 24 Jahren im Amt hat TU-Präsident Wolfgang A. Herrmann sein Amt abgegeben. Nachfolger ist der Chemiker und bisherige Vizepräsident Thomas Hofmann.
Der Festakt im Audimax der TU war keine bloße Stabsübergabe mit Sekt und Häppchen – dafür ist Herrmann doch eine zu große Nummer im deutschen und internationalen Wissenschaftsbetrieb gewesen. Für seine Lebensleistung könne man nur „höchsten Respekt und Anerkennung“ aussprechen, sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) in einer Ansprache. Herrmann habe die Uni 24 Jahre lang „klug, innovativ und leidenschaftlich“ geführt. Wissenschaftsminister Bernd Sibler (CSU) nannte den scheidenden Präsidenten einen Visionär – niemand habe länger als Präsident einer deutschen Uni amtiert als er. Auch aus dem Kollegenkreis hagelte es nur so Lob und Anerkennung: Herrmann habe „Innovation und Unternehmergeist“ an der TU etabliert, würdigte ihn der ehemalige Präsident der Stanford University, Gerhard Casper.
Nachfolger Hofmann hat angekündigt, die TU erneut „tief greifend“ zu verändern. So treten an die Stelle der 15 Fakultäten künftig sieben „Schools“ – die Uni erhofft sich mehr fächerübergreifende Zusammenarbeit. Geistes- und Sozialwissenschaften sollen ausgebaut werden, um sie mit Technologiefächern zu verbinden. Das werde die „Marke“ TU prägen. mm