Auf vier Wegen zum Zugspitz-Gipfel

von Redaktion

Grainau – Vier Gruppen, vier Routen, ein Ziel: die Zugspitze. Das ist die Idee hinter der Aktion „Hanwag Alpine Experience“, die der bayerische Bergschuhherstellers aus Vierkirchen (Kreis Dachau) seit 2014 durchführt. Witterungsbedingt klappt das nicht immer, aber diesmal hat alles gepasst – innerhalb eines 60-Minuten-Zeitfensters trafen alle 40 teilnehmenden Bergsteiger aus zehn Nationen, begleitet von insgesamt elf Bergführern, auf Deutschlands höchstem Gipfel ein.

Am schnellsten unterwegs waren die beiden Seilschaften, die nach einer Übernachtung in der Biwakschachtel über den ausgesetzten Jubiläumsgrat auf die Zugspitze geklettert waren. Nur zwei Minuten später traf am Gipfelkreuz das achtköpfige Team ein, das von der Tiroler Seite aus den Anstieg über den Stopselzieher-Klettersteig genommen hatte. Etwas später kam die Gruppe der einfachen, aber langen Reintal-Route in 2962 Metern Höhe an, ehe unmittelbar danach auch die Bergsteiger der anspruchsvollen Höllental-Route fürs Gipfelfoto posierten.

„In diesem Jahr hatten wir das Wetterglück auf unserer Seite“, freute sich Christian Wittig, Marketingchef bei Hanwag. „Der Kälteeinbruch und Schneefall der Woche zuvor rief zunächst Erinnerungen an die vergangenen Jahre hervor, als wir den Jubiläumsgrat aus dem Programm nehmen mussten.“

Im Münchner Haus stießen die vier Gipfel-Teams auf ihre gelungenen Touren an. Hüttenwirt Hansjörg Barth bewältigte den Andrang gelassen, denn 40 Teilnehmer der „Hanwag Alpine Experience“ plus elf Bergführer seien kein Vergleich gewesen zum Trubel am vergangenen Sonntag: „Da sind mit Seil- und Zahnradbahn 8000 Touristen von der bayerischen und 2000 Leute von der österreichischen Seite zu uns raufgefahren.“ MARTIN BECKER

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